Vorsorge: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Unser Auto schicken wir alle zwei Jahre zum TÜV. Und wie sieht es mit der Kontrolle unserer Augen aus? Weil es Zeit und Geld kostet, verzichten viele Deutsche auf die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Augenarzt — und setzen so leichtfertig ihre Sehkraft aufs Spiel.

Denn viele Augenleiden treten schleichend auf. Nach und nach verschlechtert sich die Sehkraft oder die Lichtempfindlichkeit. Was oft als Alterserscheinung abgetan wird, kann eine gravierende Augenerkrankung sein. Darum gilt: Je früher eine Augenkrankheit erkannt wird, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung.

Symptome, bei denen Sie den Augenarzt aufsuchen sollten

  • plötzliche Sehverschlechterung, die nicht innerhalb einer Stunde zurück geht
  • plötzlicher Verlust des Sehvermögens
  • starke Augenschmerzen
  • Wahrnehmen von Lichtblitzen oder farbigen Ringen um Lichtquellen
  • Wahrnehmen von „Rußregen“: Schwarze Flocken rieseln von oben nach unten durch das Gesichtsfeld
  • Fremdkörper im Auge
  • Verätzungen und Verbrennungen im Auge
  • Verletzungen durch Schnitt, Stoß oder Schlag
  • plötzlich auftretendes Doppeltsehen

Vorsorge bei Kindern

Viele Sehschwächen sind erblich. Dennoch kann einigen von ihnen wirksam begegnet werden, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Bei Kindern raten Augenärzte darum dringend, an den gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Bei den insgesamt 10 Vorsorgeuntersuchungen liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Sehsinn. Die U5 findet zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat statt, die U8 im Alter von 3,5 bis 4 Jahren und die U9 vor Schulbeginn mit etwa 5 Jahren.

Eltern sollten aber zwischen U5 und U8 noch mindestens einmal zusätzlich die Augen ihres Kindes untersuchen lassen. Die Vorsorgeuntersuchungen werden in der Klinik oder beim Kinderarzt durchgeführt. Eltern sollten den Kinderarzt auf eventuelle familiäre Vorbelastung aufmerksam machen und mit ihm eine Überweisung zum Augenarzt besprechen. Als Faustregel gilt: Alle frühgeborenen Babys und alle Kinder, deren Eltern oder Geschwister schielen oder stark fehlsichtig sind, sollten möglichst früh und dann regelmäßig zum Augenarzt gehen. Hinweis: Zusätzlich zu fachärztlichen Untersuchungen können Eltern mit spielerischen Sehtests die Leistungsfähigkeit der Kinderaugen überprüfen: Lassen Sie Ihr Kind z.B. Verkehrsschilder, die Sie selbst gerade noch erkennen können, beschreiben – zuerst mit dem einen, dann mit dem anderen Auge. So haben Sie die Entwicklung der Sehkraft Ihres Kindes stets im Blick.

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